Wieder mal nach Mexico, diesmal ist es schon ziemlich kalt in Deutschland, es geht auf Winter zu. Da kommen 4 Tage Sonnenschein schon gelegen! Auf dem Hinflug lerne ich einen mexikanischen Mexikaner aus Mexico kennen. Trotz Eco vergeht die Zeit wie im Flug, allerdings sind am Ende auch sämtliche Biervorräte geplündert… Am mexikanischen Zoll treffe ich einen Kurier von einer anderen Firma, der noch kein Hotel hat, allerdings muss der schon am nächsten Morgen zurück fliegen. Wir fahren trotzdem zusammen in die Stadt. Kurz frisch machen und dann geht’s los, in der Nähe ist wohl eines der besten Restaurants der Stadt und beim erspähen sämtlicher aufgelisteter Steakvarianten werfe ich meinen Vegetarismus kurzerhand über Bord, zumindest für heute Abend und bestelle mir ein Filetsteak, dazu gibt’s natürlich cervezas.
Vor ein paar Monaten habe ich in Wien eine für mich bis dato unbekannte Art gelernt Tequilla zu trinken:
Man nehme drei Stamperl eins mit 2cl Limettensaft, eins mit 2cl goldenem Tequilla und das letzte mit scharfem Tomatensaft. Dann fängt man an den Limettensaft im Mund „salben“ zu lassen, das soll „vorölen“ (verstehe bis heute nicht wieso, aber es scheint zu funktionieren, irgendwie), Tequilla hinterher und dann mit dem Tomatensaft abrunden. Klingt widerlich, aber ist total genial.
Auf jeden Fall versuche ich dem Kellner in dem Restaurant zu erklären, das wir das jetzt gerne irgendwie trinken möchten und stelle mich schon auf viele Fragezeichen über seinem Kopf ein, sowie einfach immer wenn ich es wem erkläre, aber nein, er meint nur si si, you wanna drink tequila, tequilla the mexican way, i’ll bring it over.
Great, wir trinken einige Runden, zahlen ein paar Euro (!) und schlendern noch rum, an der Hotelbar versuchen wir es nochmal mit dem tequilla mexicana, und da kommen meine vorhergesagten Fragezeichen, blödes Touristen Hotel, ich muss hier weg….
Gott sei Dank kann ich ausschlafen, als ich aufwache ist der andere schon weg und ich mach mich los, zu Fuß durch Mexico Stadt um ein cooles Hostal zu suchen, schließlich habe ich noch ein paar Tage vor mir. Nach einiger Zeit zieht es mich in eine kleine Gasse rein und ich entdecke für mich eine der besten Accomodations in Mexico, ein Hostal nahe der Zona Rosa, kleine Häuschen mit hübschen Einzelzimmern umgeben, verschiedene Innenhöfe und kleine Gärten und das Beste es kostet ein Drittel des Hotels…
Falls ihr mal nach Mexico D.F. kommt geht dahin: Casa Gonzales (http://www.hostelworld.com/hosteldetails.php/Casa-Gonzalez/Mexico-City/29025)
Die nächsten Tage ziehe ich alleine durch die Stadt, an jeder Ecke ist was los, überall steht jemand und verkauft etwas, kommt mir so vor als ob alle das Gleiche, überall gibt es Starbucks und 7Eleven und überhaupt scheint es als ob die Amis hier alles vor der Markteinführung testen oder Sachen die in den States nicht ziehen loswerden wollen.
Trotzdem strotzt diese Stadt nur so vor Energie, ein pulsierender Kreislauf von dem Du einfach mitgerissen wirst und es gibt wirklich unglaublich viel zu erleben. Die Stadtviertel könnten teilweise unterschiedlicher nicht sein, alternativ, business like, snobby oder zum Shoppen und alles ist durchzogen von diversen Sehenswürdigkeiten, natürlich tauchen immer wieder VW Busse auf…
Für eine der größten Städte der Welt geht es ziemlich entspannt zu, ich fühle mich kaum unsicher und laufe auch nachts durch die Gegend, natürlich nicht überall hin, da kann man nämlich schon mal in die falsche Ecke laufen.
Auf dem Rückweg lasse ich alles Revue passieren und entdecke dass mein Eiswürfel wie ein Dino aussieht…
In Frankfurt angekommen kommt eine Anfrage nach Tallinn… minus 25C Grad!!! Das sind seit Mexi 55 Grad Temperaturunterschied. Ich nehme an, klar, solange ich übermorgen zur Party wieder da bin…













